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1.11.
heute
Die Umwandlung eines Krankenhauses in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (süV) eröffnet neue Perspektiven. Gleichzeitig bringt sie weitreichende organisatorische, personelle und wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. Denn mit der Veränderung des Versorgungsauftrags müssen auch bestehende Strukturen und Prozesse angepasst und neu ausgerichtet werden.
Besonders vier Handlungsfelder stehen dabei im Fokus:
- Personalstrukturen: Ein verändertes Leistungsspektrum führt zu einem neuen Personalbedarf. Bestehende Stellenpläne müssen überprüft, Qualifikationen angepasst und gegebenenfalls sozialverträgliche Personalanpassungen umgesetzt werden.
- Leistungsstruktur: Wie gestaltet sich das zukünftige Leistungsspektrum? Das medizinische Angebot ist durch strenge regulatorische Vorgaben eingeschränkt. Das Leistungsspektrum muss innerhalb der Regularien auf den regionalen Bedarf und die wirtschaftliche Tragfähigkeit überprüft werden.
- Dienstleistungsverträge: Bestehende Verträge, etwa für Labor, Reinigung, Verpflegung oder medizinische Dienstleistungen, müssen auf die veränderten Betriebsstrukturen abgestimmt und gegebenenfalls gekündigt oder neu verhandelt werden.
- IT und Digitalisierung: Die Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen erfordert funktionierende digitale Schnittstellen, angepasste Dokumentationsprozesse und einen sicheren Informationsaustausch zwischen den Sektoren. Die bestehenden IT-Strukturen und Lizenzmodelle in Krankenhäusern sind jedoch in der Regel mit zu hohen Kosten verbunden, um sie unverändert auf das süV zu übertragen. Daher sind bedarfsgerechte IT- und Digitalisierungskonzepte für eine effiziente, sichere und wirtschaftliche sektorenübergreifende Fallführung erforderlich.
Diese Herausforderungen lassen sich nicht isoliert betrachten, sondern bedingen sich gegenseitig und erfordern eine abgestimmte Transformationsplanung.
Wir begleiten Krankenhausträger und Geschäftsführungen bei der Planung, über die Anpassung bestehender Strukturen bis zur Entwicklung tragfähiger Betriebsprozesse.
Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG, § 115g SGB V) schlägt die Gesundheitspolitik eine klare Richtung ein: Akutstationäre Krankenhausbehandlung soll noch stärker mit ambulanten und pflegerischen Leistungen verzahnt werden, um eine verlässliche, wohnortnahe Basisversorgung zu sichern. Gerade für insolvenzbedrohte oder bereits insolvente Kliniken bieten süV eine reale Chance zur Restrukturierung. Sie ermöglichen den Erhalt des Standorts durch die Transformation in ein zukunftsfähiges Versorgungszentrum.
Unsere Analysen zeigen, wo je nach Bettenanzahl nach unseren Selektionskriterien das größte Potenzial für eine Umwandlung in ein süV liegt:
- bei unter 150 Betten rund 180 Kliniken
- bei unter 120 Betten rund 110 Kliniken
- bei unter 100 Betten immer noch fast 70 Kliniken.
Die meisten potenziellen Standorte konzentrieren sich auf fünf Bundesländer. Bayern, Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, und Baden-Württemberg bieten zusammen über 130 potenzielle süV Standorte von Kliniken mit unter 150 Betten.
Vor allem für kleinere Kliniken mit internistischem oder geriatrischem Fokus bietet das Modell einen Ausweg aus der finanziellen Schieflage. Für Träger und Kommunen gilt es jetzt, Versorgungsbedarfe frühzeitig zu analysieren und tragfähige Konzepte für die Umwandlung zu entwickeln.
Doch es bleibt die Kernfrage: Sind süV wirklich die große Chance zur Sicherung der Versorgung in ländlichen Regionen – oder nur eine Übergangslösung?
Seit Beginn des Jahres 2024 haben die Experten von Vicondo Healthcare an einer Strategie und entsprechenden Maßnahmen zur Umstrukturierung des Klinikums Fichtelgebirge gearbeitet.
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Wie gelingt die Transformation eines Krankenhausstandorts zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung (süV)? Und welche Herausforderungen ergeben sich dabei in der Praxis?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser Kollege Martin Heinz Mueller auf der VKD-Herbsttagung Rheinland-Pfalz/Saarland 2026 in Bad Neuenahr. Am Beispiel der Regioklinik Bingen, die zum 1. September 2026 aus dem Heilig-Geist-Hospital hervorgegangen ist, stand die praktische Umsetzung der neuen Krankenhausform im Mittelpunkt des Vortrags. Als ehemaliger Interimsgeschäftsführer hat Martin Heinz Mueller bereits viele Transformationsprozesse des ehemaligen Heilig-Geist-Hospital Bingen begleitet und berichtete aus seiner engen Zusammenarbeit mit dem aktuellen Interimsgeschäftsführer Michael Gutendorf, bei der Umwandlung zur Regioklinik, der selbst leider verhindert war.
Denn die Transformation zur süV erfordert weit mehr als eine Anpassung des medizinischen Leistungsspektrums. Neue Vergütungsstrukturen, veränderte Personal- und Organisationsmodelle sowie die Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen stellen Krankenhausträger und Geschäftsführungen vor komplexe Aufgaben.
Auch die weiteren Beiträge der VKD-Herbsttagung boten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Krankenhauslandschaft. Die unterschiedlichen Perspektiven und der fachliche Austausch machten deutlich, wie wichtig praxisnahe Lösungsansätze und der gemeinsame Dialog für die zukünftige Gestaltung der Gesundheitsversorgung sind.
Wir bedanken uns beim VKD für die Gelegenheit, unsere Erfahrungen aus der Praxis einzubringen, und freuen uns über die weitere Diskussion zu Ihren Erfahrungen und Ideen!
Steigender wirtschaftlicher Druck und strukturelle Veränderungen stellen insbesondere kleinere Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an einer verlässlichen, wohnortnahen Versorgung bestehen.
Eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (süV) verbindet stationäre internistische und altersmedizinische Leistungen mit ambulanten fachärztlichen Angeboten. Ergänzt um Diagnostik, Therapie und eine Notanlaufstelle entsteht so eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung.
Doch die Umwandlung eines Krankenhausstandorts in eine süV ist mehr als eine Veränderung des Leistungsspektrums. Sie wirft zentrale organisatorische und strategische Fragen auf:
Welches Organisations- und Trägermodell passt zum Standort? Welche ambulanten, stationären und pflegerischen Angebote sollten miteinander verzahnt werden? Welche Partner müssen eingebunden werden? Und wie lässt sich daraus ein tragfähiges Betriebsmodell entwickeln?
Genau an diesen Punkten unterstützen wir: von der Analyse des regionalen Versorgungsbedarfs über die Entwicklung geeigneter Organisations- und Kooperationsmodelle bis hin zur Konzeption und Umsetzung einer zukunftsfähigen Versorgungsstruktur.
Denn die entscheidende Frage ist nicht immer, wie ein Krankenhaus in seiner bisherigen Form erhalten werden kann, sondern welche Versorgungsstruktur die Region künftig wirklich braucht.
Am 21. März 2024 wurde der Insolvenzplan im Erörterungs- und Abstimmungstermin vor dem Amtsgericht Sulzbach einstimmig von sämtlichen Gläubigern angenommen und vom Gericht bestätigt. Damit konnte das SHG Klinikum Merzig das Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich zum Abschluss bringen. Im nächsten Schritt fokussieren sich alle Beteiligten auf die weiteren operativen Herausforderungen und werden die im Zukunftskonzept für das Haus festgelegten Sanierungsmaßnahmen umsetzen, um es langfristig erfolgreich zu restrukturieren. Vicondo Healthcare begleitet diesen Prozess auch weiterhin.
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Wie gelingt die Transformation eines Krankenhausstandorts zur sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtung (süV)? Und welche Herausforderungen ergeben sich dabei in der Praxis?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser Kollege Martin Heinz Mueller auf der VKD-Herbsttagung Rheinland-Pfalz/Saarland 2026 in Bad Neuenahr. Am Beispiel der Regioklinik Bingen, die zum 1. September 2026 aus dem Heilig-Geist-Hospital hervorgegangen ist, stand die praktische Umsetzung der neuen Krankenhausform im Mittelpunkt des Vortrags. Als ehemaliger Interimsgeschäftsführer hat Martin Heinz Mueller bereits viele Transformationsprozesse des ehemaligen Heilig-Geist-Hospital Bingen begleitet und berichtete aus seiner engen Zusammenarbeit mit dem aktuellen Interimsgeschäftsführer Michael Gutendorf, bei der Umwandlung zur Regioklinik, der selbst leider verhindert war.
Denn die Transformation zur süV erfordert weit mehr als eine Anpassung des medizinischen Leistungsspektrums. Neue Vergütungsstrukturen, veränderte Personal- und Organisationsmodelle sowie die Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen stellen Krankenhausträger und Geschäftsführungen vor komplexe Aufgaben.
Auch die weiteren Beiträge der VKD-Herbsttagung boten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Krankenhauslandschaft. Die unterschiedlichen Perspektiven und der fachliche Austausch machten deutlich, wie wichtig praxisnahe Lösungsansätze und der gemeinsame Dialog für die zukünftige Gestaltung der Gesundheitsversorgung sind.
Wir bedanken uns beim VKD für die Gelegenheit, unsere Erfahrungen aus der Praxis einzubringen, und freuen uns über die weitere Diskussion zu Ihren Erfahrungen und Ideen!
Die Umwandlung eines Krankenhauses in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (süV) eröffnet neue Perspektiven. Gleichzeitig bringt sie weitreichende organisatorische, personelle und wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. Denn mit der Veränderung des Versorgungsauftrags müssen auch bestehende Strukturen und Prozesse angepasst und neu ausgerichtet werden.
Besonders vier Handlungsfelder stehen dabei im Fokus:
- Personalstrukturen: Ein verändertes Leistungsspektrum führt zu einem neuen Personalbedarf. Bestehende Stellenpläne müssen überprüft, Qualifikationen angepasst und gegebenenfalls sozialverträgliche Personalanpassungen umgesetzt werden.
- Leistungsstruktur: Wie gestaltet sich das zukünftige Leistungsspektrum? Das medizinische Angebot ist durch strenge regulatorische Vorgaben eingeschränkt. Das Leistungsspektrum muss innerhalb der Regularien auf den regionalen Bedarf und die wirtschaftliche Tragfähigkeit überprüft werden.
- Dienstleistungsverträge: Bestehende Verträge, etwa für Labor, Reinigung, Verpflegung oder medizinische Dienstleistungen, müssen auf die veränderten Betriebsstrukturen abgestimmt und gegebenenfalls gekündigt oder neu verhandelt werden.
- IT und Digitalisierung: Die Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen erfordert funktionierende digitale Schnittstellen, angepasste Dokumentationsprozesse und einen sicheren Informationsaustausch zwischen den Sektoren. Die bestehenden IT-Strukturen und Lizenzmodelle in Krankenhäusern sind jedoch in der Regel mit zu hohen Kosten verbunden, um sie unverändert auf das süV zu übertragen. Daher sind bedarfsgerechte IT- und Digitalisierungskonzepte für eine effiziente, sichere und wirtschaftliche sektorenübergreifende Fallführung erforderlich.
Diese Herausforderungen lassen sich nicht isoliert betrachten, sondern bedingen sich gegenseitig und erfordern eine abgestimmte Transformationsplanung.
Wir begleiten Krankenhausträger und Geschäftsführungen bei der Planung, über die Anpassung bestehender Strukturen bis zur Entwicklung tragfähiger Betriebsprozesse.
Steigender wirtschaftlicher Druck und strukturelle Veränderungen stellen insbesondere kleinere Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an einer verlässlichen, wohnortnahen Versorgung bestehen.
Eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung (süV) verbindet stationäre internistische und altersmedizinische Leistungen mit ambulanten fachärztlichen Angeboten. Ergänzt um Diagnostik, Therapie und eine Notanlaufstelle entsteht so eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung.
Doch die Umwandlung eines Krankenhausstandorts in eine süV ist mehr als eine Veränderung des Leistungsspektrums. Sie wirft zentrale organisatorische und strategische Fragen auf:
Welches Organisations- und Trägermodell passt zum Standort? Welche ambulanten, stationären und pflegerischen Angebote sollten miteinander verzahnt werden? Welche Partner müssen eingebunden werden? Und wie lässt sich daraus ein tragfähiges Betriebsmodell entwickeln?
Genau an diesen Punkten unterstützen wir: von der Analyse des regionalen Versorgungsbedarfs über die Entwicklung geeigneter Organisations- und Kooperationsmodelle bis hin zur Konzeption und Umsetzung einer zukunftsfähigen Versorgungsstruktur.
Denn die entscheidende Frage ist nicht immer, wie ein Krankenhaus in seiner bisherigen Form erhalten werden kann, sondern welche Versorgungsstruktur die Region künftig wirklich braucht.
Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG, § 115g SGB V) schlägt die Gesundheitspolitik eine klare Richtung ein: Akutstationäre Krankenhausbehandlung soll noch stärker mit ambulanten und pflegerischen Leistungen verzahnt werden, um eine verlässliche, wohnortnahe Basisversorgung zu sichern. Gerade für insolvenzbedrohte oder bereits insolvente Kliniken bieten süV eine reale Chance zur Restrukturierung. Sie ermöglichen den Erhalt des Standorts durch die Transformation in ein zukunftsfähiges Versorgungszentrum.
Unsere Analysen zeigen, wo je nach Bettenanzahl nach unseren Selektionskriterien das größte Potenzial für eine Umwandlung in ein süV liegt:
- bei unter 150 Betten rund 180 Kliniken
- bei unter 120 Betten rund 110 Kliniken
- bei unter 100 Betten immer noch fast 70 Kliniken.
Die meisten potenziellen Standorte konzentrieren sich auf fünf Bundesländer. Bayern, Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, und Baden-Württemberg bieten zusammen über 130 potenzielle süV Standorte von Kliniken mit unter 150 Betten.
Vor allem für kleinere Kliniken mit internistischem oder geriatrischem Fokus bietet das Modell einen Ausweg aus der finanziellen Schieflage. Für Träger und Kommunen gilt es jetzt, Versorgungsbedarfe frühzeitig zu analysieren und tragfähige Konzepte für die Umwandlung zu entwickeln.
Doch es bleibt die Kernfrage: Sind süV wirklich die große Chance zur Sicherung der Versorgung in ländlichen Regionen – oder nur eine Übergangslösung?
Am 21. März 2024 wurde der Insolvenzplan im Erörterungs- und Abstimmungstermin vor dem Amtsgericht Sulzbach einstimmig von sämtlichen Gläubigern angenommen und vom Gericht bestätigt. Damit konnte das SHG Klinikum Merzig das Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich zum Abschluss bringen. Im nächsten Schritt fokussieren sich alle Beteiligten auf die weiteren operativen Herausforderungen und werden die im Zukunftskonzept für das Haus festgelegten Sanierungsmaßnahmen umsetzen, um es langfristig erfolgreich zu restrukturieren. Vicondo Healthcare begleitet diesen Prozess auch weiterhin.
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